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Mafia

So, 25. Okt. 2026

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News - BurgdorfERleben

Zwischen italienischem Genuss und der Welt der Mafia: Prof. Dr. Alessandro Bellardita begeistert mit „Donna & Mafia“ in Burgdorf

Italienische Lebensfreude, kulinarische Genüsse und ein spannender Blick hinter die Kulissen der organisierten Kriminalität: Unter dem Motto „Kultur erleben und kulinarisch genießen“ erwartete die Gäste im Amoroma in Burgdorf am Sonntag eine Veranstaltung der besonderen Art.

Der Nachmittag begann ganz im Zeichen der italienischen Genusskultur. Bei einem abwechslungsreichen Pinsa-Buffet konnten die Besucherinnen und Besucher italienische Spezialitäten genießen, miteinander ins Gespräch kommen und sich auf das anschließende kulturelle Highlight einstimmen.

Im Mittelpunkt stand danach ein Thema, das gleichermaßen fasziniert und nachdenklich stimmt: „Donna & Mafia“. Prof. Dr. Alessandro Bellardita, Strafrichter und Autor, nahm sein Publikum mit in die oftmals verborgene Welt der italienischen Mafia und insbesondere der Cosa Nostra. Dabei richtete er den Blick auf eine Perspektive, die in der öffentlichen Wahrnehmung häufig zu kurz kommt: die Rolle der Frauen innerhalb der Mafia.

Alessandro Bellardita

Welchen Einfluss haben Frauen in diesen streng organisierten kriminellen Strukturen? Sind sie lediglich Angehörige und stille Beobachterinnen oder übernehmen sie selbst Verantwortung und wichtige Funktionen? Welche Macht üben sie aus, und welche gesellschaftlichen, familiären und historischen Hintergründe prägen ihre Rolle?

Diesen Fragen widmete sich Prof. Dr. Bellardita in seinem Vortrag und machte deutlich, dass die Geschichte und Struktur der Mafia nicht allein aus der Perspektive ihrer männlichen Mitglieder verstanden werden können. Die Frauen spielen dabei eine weitaus vielschichtigere Rolle, als vielfach angenommen wird – zwischen familiärer Tradition, Loyalität, Machtausübung und nicht selten auch Widerstand.

Alessandro Bellardita Amoroma

Mit seiner juristischen Fachkenntnis und seinem Wissen über die italienische Gesellschaft verstand es Prof. Dr. Bellardita, ein komplexes Thema anschaulich und lebendig zu vermitteln. Dabei erhielten die Gäste nicht nur interessante Einblicke in die Strukturen der Mafia, sondern auch Denkanstöße zu den gesellschaftlichen Mechanismen, die solche Organisationen über Generationen hinweg prägen.

Die Veranstaltung im Amoroma verband auf gelungene Weise zwei scheinbar unterschiedliche Welten: die Leichtigkeit italienischer Genusskultur und die Auseinandersetzung mit einem ernsten gesellschaftlichen Thema.

Ein Nachmittag, der zeigte: Kultur bedeutet mehr als Genuss. Sie bedeutet auch, hinter die Kulissen zu schauen, Fragen zu stellen und neue Perspektiven zu entdecken.

Fotos: Joachim Lührs

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