Di, 10. Mär. 2026
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Angepinnter BeitragZwei Ausstellungen im Stadtmuseum stimmen auf das Themenjahr 2027 ein: „Die Ersten in Burgdorf – eine Stadt wagt Neues“ und „VISIONEN – Burgdorf 2050“
Zwei Ausstellungen im Stadtmuseum stimmen auf das Themenjahr 2027 ein
Burgdorf blickt zurück – und zugleich weit nach vorn: Mit gleich zwei ambitionierten Ausstellungen im Stadtmuseum (Schmiedestr. 6) stimmt Stadtmarketing Burgdorf (SMB) in Zusammenarbeit mit dem VVV, dem Förderverein Stadtmuseum und der Stadt Burgdorf auf das kommende Themenjahr 2027 ein. Dieses steht unter dem programmatischen Motto „Eine Stadt wagt Neues“ – und genau diesen Geist machen die beiden Präsentationen erlebbar.
Dialog zwischen Vergangenheit und Zukunft
Unter den Titeln „Die Ersten in Burgdorf – eine Stadt wagt Neues“ und „VISIONEN – Burgdorf 2050“ entsteht ein spannungsreicher Dialog zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen mutigem Aufbruch und kühner Vorstellungskraft. Fördernde Unterstützung für beide Ausstellungen kommen von der Sparkasse Hannover und der Region Hannover. Zum Ausstellungsteam gehören Christoph Adolph, Gerhard Bleich, Anke Gehrke, Karl-Heinz Röber, Martin Schlehuber, Silvia Schwentke, Christina Winter und Burkhard Wolters. Zur Realisierung trugen zudem die CKT. Folientechnik GmbH und Stefan Heuer von der Kulturabteilung der Stadt bei. Die Eröffnung findet am Samstag, 21. März, um 11.00 Uhr im Stadtmuseum statt. Bürgermeister Armin Pollehn übernimmt die Einführung. Zur sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr bei freiem Eintritt geöffneten Schau ist ein attraktives Begleitprogramm vorgesehen, über das stets aktuell die Webseite www.burgdorferleben.de informiert.
Eine Stadt betritt Neuland
Vom 22. März bis 17. Mai richtet die Ausstellung „Die Ersten in Burgdorf – eine Stadt wagt Neues“ den Blick auf besondere Momente der Stadtgeschichte, mit denen Burgdorf Neuland betrat und eine Vorreiterrolle einnahm. Ob technische Innovationen, gesellschaftliche Entwicklungen oder kulturelle Impulse: Immer wieder bewies Burgdorf Mut zur Veränderung und Offenheit für Neues. So reicht die Bandbreite der aufgenommenen Themen von den Anfängen organisierter schulischer Bildung über die ersten Fortschritte im städtischen Gesundheitswesen durch Etablierung eines Arztes und einer Apotheke bis von der Belebung des kulturellen gesellschaftlichen Lebens durch den Pferde- und Hobbytiermarkt, das Stadtfest Oktobermarkt und die Eröffnung der ersten Discothek.

Der erste Pferde- und Hobbytiermarkt im Jahr 1980
Der Einzug des Telefons vernetzte Burgdorf mit der Welt, während die Einführung neuer Feuerspritzen im Jahr 1829 und einer geregelten öffentlichen Müllabfuhr im Jahr 1956 bedeutende Maßstäbe in Sachen Sicherheit und Ordnung setzten. Auch die politische Kultur und die Medienszene wandelten sich – als Frauen erstmals Verantwortung im Stadtrat übernahmen und junge Leute ihr eigenes Magazin „INSIDER“ gründeten, da sie glaubten, dass die örtlichen Medien ihre Bedürfnisse und Anliegen unbeachtet ließen.
Die Ausstellung zeichnet all diese Stationen lebendig nach und zeigt, dass Fortschritt hier nicht zufällig geschah, sondern aus Überzeugung und Tatkraft entstand. Historische Exponate, anschauliche Dokumente und überraschende Einblicke machen deutlich, wie sehr Pioniergeist und Innovationsfreude die Identität der Stadt geprägt haben.
Ein Blick in die Zukunft
Während die erste Ausstellung den Blick zurück richtet, öffnet „VISIONEN – Burgdorf 2050“ parallel im Obergeschoss des Stadtmuseums das Fenster in die Zukunft. Wie könnte Burgdorf im Jahr 2050 aussehen? Wie verändern sich Stadtbild, Mobilität, Leben, Arbeiten und Miteinander? Die Mitmachausstellung lädt dazu ein, sich auf gedankliche Zeitreisen einzulassen und eigene Vorstellungen zu entwickeln. Die Museumsbesucher sind dazu aufgerufen, kreative Entwürfe, inspirierende Szenarien und überraschende Zukunftsvisionen schriftlich niederzulegen und mögliche Wege aufzuzeigen, wie sich Burgdorf weiterentwickeln könnte. So entsteht eine faszinierende Brücke zwischen der Vergangenheit und den Chancen von morgen. Die entstandenen Ideenentwürfe werden in der Schau ausgestellt, die dadurch permanent neue Perspektiven und Gedankenhorizonte einnimmt.
Zugleich knüpft „VISIONEN – Burgdorf 2050“ an frühere Zukunftsprojekte an, die 2004 und 2011 bereits zum kreativen Mitdenken eingeladen haben. So erinnert die Ausstellung an die Präsentation „Visionen – Burgdorf im Jahr 2029“, die 2004 in der Alten Rotation für große Resonanz sorgte. Ebenso richtet sich der Blick auf den Ideenwettbewerb „Wie sieht Burgdorf im Jahr 2020 aus?“, der im Rahmen des Themenjahres 2011 „Burgdorf schreibt Geschichte“ zahlreiche bemerkenswerte Beiträge von Schülern hervorbrachte. Die Stadt Burgdorf präsentiert zudem das Wimmelbild, das im letzten Jahr im Rahmen eines städtischen Zukunftsworkshops mit dem Titel „Burgdorf – Entdecke die Möglichkeiten!“ entstand.

Eröffnung der Ausstellung „Visionen – Burgdorf im Jahr 2029“ im Jahr 2004
