Fr, 17. Jul. 2026
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News - BurgdorfERleben
Warnung vor perfiden Betrugsmaschen: Falsche Polizisten am Telefon aktiv
Polizeiinspektion Burgdorf registriert vermehrt Betrugsversuche / Täter täuschen Behördennummern vor und fragen Vermögenswerte ab
Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Burgdorf kommt es aktuell wieder zu einer gehäuften Welle von Betrugsversuchen durch falsche Polizeibeamte. Die Täter gehen dabei äußerst professionell und manipulativ vor, um Bürgerinnen und Bürger um ihre Ersparnisse zu bringen. Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Masche und gibt wichtige Verhaltenstipps.
Die Masche: Vertrauensmissbrauch und gezielte Verunsicherung Die Kriminellen kontaktieren ihre Opfer telefonisch und geben sich als Polizeibeamte aus. Unter dem Vorwand einer dringenden Ermittlung oder einer angeblichen Amtshandlung fordern sie unter Vorlage einer gefälschten Amtsnummer detaillierte Auskünfte über vorhandene Vermögenswerte, Bargeld oder Schließfächer. Um den Druck zu erhöhen und Angst zu schüren, behaupten die Betrüger beispielsweise, dass das Geld auf der Bank oder die Wertgegenstände zu Hause nicht mehr sicher seien. Häufig wird auch auf fingierte Einbrüche in der unmittelbaren Nachbarschaft verwiesen, um eine akute Bedrohungslage vorzutäuschen und die Opfer nachhaltig zu verunsichern.
Ziel der Telefonate ist es, die Betroffenen dazu zu bringen, größere Geldsummen oder Wertsachen im Haus oder bei Kreditinstituten abzuheben und an einen unbekannten Abholer zu übergeben. Dieser Komplize erscheint wenig später vor Ort und gibt sich ebenfalls als Polizist aus.
Technische Manipulation: Falsche Identität im Telefondisplay Besonders tückisch: Die Täter nutzen beim Anruf eine spezielle Technik (sogenanntes Call-ID-Spoofing). Hierdurch gelingt es ihnen, auf der Telefonanzeige der Angerufenen die offizielle Polizei-Notrufnummer (110) oder eine andere reale, örtliche Dienststellennummer erscheinen zu lassen. Dadurch wird den Opfern eine falsche Sicherheit suggeriert, die das Misstrauen im Keim ersticken soll.
So schützen Sie sich vor Betrug durch falsche Polizisten:
- Gesundes Misstrauen: Geben Sie am Telefon niemals Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen, Bankdaten oder Vermögenswerten preis.
- Kein Druck: Lassen Sie sich am Telefon nicht einschüchtern oder unter Druck setzen. Legen Sie im Zweifelsfall einfach auf!
- Niemals Geld übergeben: Übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertgegenstände an Ihnen unbekannte Personen.
- Gegenprüfen: Rufen Sie bei den geringsten Zweifeln selbst bei der Polizeibehörde an, von der die angebliche Amtsperson stammen soll. Suchen Sie sich die Rufnummer der Dienststelle hierfür immer eigenständig heraus (z. B. über das Telefonbuch oder offizielle Behördenseiten) oder lassen Sie sich diese durch eine Telefonauskunft geben. Wählen Sie hierfür nicht die Rückruftaste im Display.