Mo, 16. Mär. 2026
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Angepinnter BeitragWalter Sittler und Johann von Bülow begeistern Publikum im Theater am Berliner Ring

Einen ebenso unterhaltsamen wie nachdenklichen Abend erlebten die Besucher im Theater am Berliner Ring: Die Lesung „Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort! – Die Weltgeschichte der Lüge“ mit den beiden bekannten Schauspielern Walter Sittler und Johann von Bülow erwies sich als voller Erfolg und fand großen Anklang beim Publikum.
Zu der Veranstaltung hatten der VVV und die Stadt Burgdorf eingeladen. Im ausverkauften Saal ließen sich die Gäste von dem ebenso pointenreichen wie humorvollen Programm mitreißen. Mit schauspielerischer Präsenz, feinem Timing und spürbarer Spielfreude präsentierten die beiden Künstler eine ebenso unterhaltsame wie intelligente Spurensuche durch die Weltgeschichte der Lüge.
Im Mittelpunkt standen skurrile, amüsante und zugleich aufrüttelnde Beispiele historischer und politischer Unwahrheiten. Mit Witz und Ironie entfalteten die beiden Schauspieler ein Panorama menschlicher Täuschungen – von gefälschten Urkunden aus dem Mittelalter über spektakuläre Hochstaplergeschichten des 19. Jahrhunderts bis hin zu legendären politischen Ausflüchten der jüngeren Zeit. Immer wieder wechselten sich pointierte Lesepassagen mit dialogischen Szenen und kabarettistischen Einwürfen ab, sodass ein lebendiger Bühnenabend entstand, der gleichermaßen zum Schmunzeln und Nachdenken anregte.
Das Programm geht auf eine gleichnamige Lesung zurück, mit der der Publizist Roger Willemsen und der Kabarettist Dieter Hildebrandt bereits 2007 große Erfolge feierten. Sittler und von Bülow haben diese Hommage neu arrangiert und behutsam aktualisiert. Mit skandalösen Unwahrheiten, hinterhältigen Intrigen und überraschenden historischen Anekdoten zeichnen sie ein ebenso unterhaltsames wie entlarvendes Bild der menschlichen Neigung zur Lüge.
Das Publikum im Theater am Berliner Ring dankte den beiden Schauspielern mit lang anhaltendem Applaus für einen ebenso geistreichen wie kurzweiligen Abend. Viele Besucher verließen die Veranstaltung bestens unterhalten – und vermutlich um einige Illusionen ärmer.
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Foto: Martin Schlehuber