Fr, 04. Sep. 2026
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News - BurgdorfERleben
Angepinnter BeitragErfolgreiche Führungspremiere: Walk on the Riverside am 30. August 2026

Zum ersten Mal gab es mit Walk on the Riverside eine musikalische Aue-Führung in Burgdorf, veranstaltet vom VVV-Arbeitskreis Aue und Stadtmarketing Burgdorf (SMB). Rund 20 Teilnehmer wurden am Spittaplatz von den Marshmallows mit schwungvoller Musik empfangen. Das Repertoire der dreiköpfigen Marching Band reicht von Evergreens über Pop und Filmmusik bis zu Swing und Charleston aus den 1920erJahren. Sie lassen Musik erklingen, die in die Beine geht. Mit Oh, Champs-Élysées marschierten wir gegen 14 Uhr in Richtung Mühlenstraße. Hier gab es Informationen zur Geschichte der Brücke und zur Burgmühle, von der die Mühlenstraße ihren Namen hat. Dazu kurze Geschichten, die in früheren Zeiten dort einmal passiert sind.

Mit Down By The Riverside und weiteren Songs ging es mit tanzendem Schritt durch die Natur an der Aue entlang bis zur Brücke am Alten Jagdsteg. Unterwegs erklärte Aue- Fachmann Steffen Hipp Begebenheiten und Fakten rund um die Burgdorfer Aue. Er stand während der ganzen Veranstaltung für Fragen zur Verfügung. So erklärte er auch, dass der alte Jagdsteg einmal ein Verbindungskanal zwischen Aue und Gümmekanal gewesen ist, bevor dieser als Weg zur Jagd im Burgdorfer Holz verändert wurde.
Als wir erfuhren, dass wir nun die Burgdorfer Insel betreten (der Bereich zwischen Aue und Gümmekanal), spielten die Marshmallows das Lied Eine Insel Mit 2 Bergen passend dazu.
Über die Brücke Am Gümmekanal, mit dem schon erwähnten musikalischen Schwung, gingen wir weiter zur alten Schraderschen Badeanstalt, die im Mai 1919 eröffnet worden war. Für Männer und Frauen gab es damals getrennte Badezeiten, die vom Bademeister streng überwacht wurden. Wir hörten das Musikstück Pack die Badehose ein, was für ein allgemeines Lächeln sorgte. Steffen Hipp gab Informationen und las eine nette alte Geschichte vom erlebten Alltag in diesem Schwimmbad vor.
Wir kamen danach auf die Gümmekanal-Brücke Braunschweigerstraße / Uetzer Straße, wo man nach beiden Seiten einen schönen Ausblick auf den Fluss mit den grün bewachsenen Ufern hat. Hier befand sich noch bis Anfang des vorigen Jahrhunderts eine Furt für Pferdefuhrwerke.

Als letzte Station stellten wir uns schließlich in der Knickstraße oben an die Auestufen, deren Zutritt lt. Beschilderung leider verboten war. Für die Musiker wäre dies ein guter Platz gewesen. So musste die Band auf der Knickstraße spielen, was der Qualität keinen Abbruch tat. An dieser Stelle spannte ein Redner vom AK Aue gekonnt den Bogen vom aktuellen Bau und Nutzen der Auestufen hin zur mittelalterlichen Hinrichtungsstätte, die sich damals genau dort befand.
An der Aue entlang gingen wir schließlich zurück zum Spittaplatz, wo wir schwungvoll musikalisch verabschiedet wurden.
Ralf Schünemann
Fotos von Joachim Lührs