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Sicherheitsgefühl an Bahnhöfen und Unterführungen in Lehrte und Burgdorf stärken
Sicherheitsgefühl an Bahnhöfen und Unterführungen in Lehrte und Burgdorf stärken

Mi, 04. Nov. 2026

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News - BurgdorfERleben

Sicherheitsgefühl an Bahnhöfen und Unterführungen in Lehrte und Burgdorf stärken

CDU-Abgeordnete fordert Konsequenzen aus der Dunkelfeldstudie 2025 und konkrete Verbesserungen vor Ort

Hannover/Lehrte/Burgdorf. Wie sicher fühlen sich die Menschen an Bahnhöfen und in Unterführungen? Und welche Maßnahmen ergreift die Landesregierung, wenn Bürgerinnen und Bürger bestimmte Orte aus Angst meiden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die CDU-Landtagsabgeordnete Heike Koehler in einer Kleinen Anfrage. Im Mittelpunkt stehen der Bahnhofstunnel in Lehrte sowie der Bahnhof und die Unterführungen in Burgdorf. Anlass ist die am 28. September 2026 vorgestellte Dunkelfeldstudie des Landeskriminalamts Niedersachsen. Demnach fühlen sich nachts rund 65 Prozent der Befragten an Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel unsicher. 40,7 Prozent vermeiden häufig oder immer die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel bei Nacht. Zudem werden lediglich 22 Prozent der erlebten Straftaten angezeigt. „Sicherheit bedeutet mehr, als nur auf die polizeiliche Kriminalstatistik zu schauen. Wenn Menschen bestimmte Wege oder öffentliche Verkehrsmittel aus Angst meiden, müssen wir das ernst nehmen. Sie müssen ihren Alltag sicher und ohne unnötige Einschränkungen gestalten können“, erklärt Koehler.

Bahnhofstunnel Lehrte im Fokus

Bereits mit einer früheren Kleinen Anfrage hatte Koehler die Sicherheit im Bahnhofstunnel Lehrte thematisiert. Nun möchte sie wissen, welche Entwicklungen seit der damaligen Antwort der Landesregierung festgestellt wurden und welche Verbesserungsmaßnahmen geprüft oder umgesetzt worden sind. Die Anfrage umfasst unter anderem polizeiliche Einsätze, Hinweise auf Belästigungen und Gefahrensituationen sowie mögliche Verbesserungen bei Beleuchtung, Einsehbarkeit, Notrufmöglichkeiten und Mobilfunkversorgung. Auch die rechtlichen Voraussetzungen einer Videoüberwachung und alternative technische oder bauliche Maßnahmen werden thematisiert. „Wir brauchen eine nachvollziehbare Bestandsaufnahme und konkrete Antworten darauf, was sich verbessern lässt. Zuständigkeiten dürfen nicht dazu führen, dass notwendige Maßnahmen zwischen den beteiligten Stellen liegen bleiben“, betont die CDU-Abgeordnete.

Angsträume in Burgdorf gezielt entschärfen

Auch in Burgdorf gibt es Handlungsbedarf. Städtische Planungsunterlagen benennen unter anderem die Bahnhofsunterführung zwischen Theodorstraße und Schillerslager Straße, die Fuß- und Radwegunterführung zwischen Rolandstraße und Lehrter Straße sowie das Parkhaus am Bahnhof als Bereiche, die als Angsträume wahrgenommen werden. Als problematisch gelten unter anderem schlecht einsehbare Nischen, teilweise defekte Beleuchtung und eine unübersichtliche Gestaltung. Koehler fordert deshalb eine genauere Bewertung der Sicherheitslage und eine Prüfung möglicher Verbesserungen. „Dunkle Ecken, schlechte Einsehbarkeit und unübersichtliche Unterführungen können dazu beitragen, dass Menschen bestimmte Orte als bedrohlich wahrnehmen. Wir sollten mögliche Probleme frühzeitig erkennen und vorbeugend handeln“, so Koehler. Sie möchte insbesondere klären, wie die Stadt Burgdorf, die Polizei Niedersachsen, die Deutsche Bahn und gegebenenfalls die Bundespolizei gemeinsam Verbesserungen entwickeln können. Auch mögliche Fördermöglichkeiten des Landes sollen geprüft werden.

Sicherheitsgefühl stärker berücksichtigen

Die Kleine Anfrage greift darüber hinaus die geringe Anzeigequote und die Erkenntnisse der Studie zu sexueller Belästigung und grenzüberschreitendem Verhalten auf. Koehler fragt, welche Konsequenzen die Landesregierung daraus für die Prävention im öffentlichen Raum und im öffentlichen Personennahverkehr zieht. Dabei geht es insbesondere um den Schutz von Frauen und jungen Menschen. Zudem regt die Abgeordnete an, örtliche Erkenntnisse zum Sicherheitsempfinden systematischer zu erfassen, beispielsweise durch Befragungen, gemeinsame Begehungen und eine strukturierte Auswertung von Hinweisen aus der Bevölkerung. „Die Menschen erwarten zu Recht, dass ihre Sorgen ernst genommen werden. Unser Ziel muss sein, Sicherheitsprobleme offen zu benennen, Zuständigkeiten zu klären und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Lehrte und Burgdorf brauchen konkrete Schritte, um das Sicherheitsgefühl nachhaltig zu stärken“, erklärt Koehler. Die Landesregierung soll deshalb darlegen, ob sie bereit ist, die Situation an den genannten Standorten gemeinsam mit den beteiligten Behörden, der Deutschen Bahn und den Kommunen erneut zu bewerten und daraus konkrete Handlungsempfehlungen abzuleiten.

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