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Eröffnung_Die Ersten in Burgdorf_21_03_26-4714

Di, 07. Apr. 2026

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News - BurgdorfERleben

Angepinnter Beitrag

Mut zum Neuen – Burgdorf blickt zurück und denkt voraus

Eröffnung der Doppel-Ausstellung im Stadtmuseum

Eröffnung_Die Ersten in Burgdorf_21_03_26-4714

Vor kurzem fiel im Stadtmuseum Burgdorf (Schmiedestr. 6) der Startschuss für die beiden Ausstellungen "Die Ersten in Burgdorf – eine Stadt wagt Neues" und "VISIONEN – Burgdorf 2050". Zahlreiche Gäste waren zur Eröffnung der von Stadtmarketing Burgdorf, dem VVV, Förderverein Stadtmusuem und der Stadt präsentierten Doppelschau erschienen. Im Mittelpunkt steht dabei ein spannungsvoller Perspektivwechsel: Während die Ausstellung „Die Ersten in Burgdorf – eine Stadt wagt Neues“ den Blick auf prägende Entwicklungen der Stadtgeschichte richtet, eröffnet „VISIONEN – Burgdorf 2050“ zugleich einen kreativen Denkraum für überraschende und inspirierende Zukunftsbilder.

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Fortschritt war kein Zufallsprodukt

In der Eröffnungsrede von Bürgermeister Armin Pollehn klang immer wieder an, dass Fortschritt in der Stadt nie ein Zufallsprodukt war, sondern aus Engagement, Ideenreichtum und der Bereitschaft zum Aufbruch entstand. Dieser rote Faden zieht sich durch die Ausstellung im Erdgeschoss, die zahlreiche historische Meilensteine lebendig werden lässt. So verwies Pollehn darauf, dass es dem technikbegeisterten Uhrmacher und Geschäftsführer der Spar- und Darlehnskasse Heinrich Becker zu verdanken sei, dass Burgdorf bereits 1899 die erste öffentliche Telefonverbindung über das kaiserliche Postamt in der Marktstraße erhielt.

Die ersten Frauen im Stadtrat

Als ebenso bedeutsame historische Veränderung für Burgdorf bezeichnete er, dass im ersten, am 15. September 1946 demokratisch gewählten Stadtrat mit Helene Rüter und Emilie Haase zwei Frauen vertreten waren. Frühzeitig Neues gewagt habe die Stadt auch im Bereich der Bildung: Hier weise eine Urkunde aus dem Jahr 1516 darauf hin, dass es bereits eine öffentliche Schule für Jungen gegeben habe. Ab 1695 gab es die erste Mädchenklasse.

Tradition bewahren und Neues wagen

Bürgermeister Armin Pollehn hob ebenso die große Bedeutung der Burgdorfer Feuerwehr hervor, der es immer wieder gelungen sei, die Tradition zu bewahren und gleichzeitig nach vorne zu schauen und Neues zu wagen – vor allem im Bereich neuer technischer Errungenschaften im Bereich der Brandbekämpfung. Diese Bereitschaft habe sie schon im 18. Jahrhundert bewiesen, als sie 1737 die ersten, wenn auch gebrauchten Feuerspritzen anschaffte. Im Rahmen der Gleichberechtigung nahm die Weferlingser Ortsfeuerwehr eine Vorreiterrolle ein, indem sie 1959 erstmals Frauen in die Feuerwehr aufnahm. Zwar hatte es dies im Kriegsjahr 1944 schon einmal gegegeben, doch war dies zwangsweise geschehen - wegen Personalmangel durch die kriegsbedingt abwesenden Männer.

"Goldenes Buch" der Stadt

Seine Einführung schloss der Bürgermeister mit einem Hinweis auf das im 1957 eingeführte "Goldene Buch", in dem sich seit dieser Zeit prominente Gäste der Stadt mit einem Eintrag verewigen können. Wie die Ausstellung zeigt, war es Bundeskanzler Konrad Adenauer, der am 11. August 1957 den ersten Eintrag vornahm. Armin Pollehn verriet, dass das "Goldene Buch" nur wegen der sprachlichen Aufwertung so genannt werde und gar nicht aus Gold bestünde. Dafür lieferte er auch die charmante Erklärung: "Unsere Stadt hat vieles zu bieten, bloß kein Geld".

Ideen für die Zukunft

In der Ausstellung im Obergeschoss sind die Besucher selbst gefragt: „VISIONEN – Burgdorf 2050“ lädt dazu ein, eigene Ideen, Anstöße und Wünsche für die Zukunft der Stadt zu formulieren. Erste Beiträge zeigen bereits eine große Bandbreite an Gedanken – von ganz konkreten Vorstellungen bis hin zu kreativen Zukunftsbildern. Bürgermeister Armin Pollehn ging auch auf ein vorhergehendes Ausstellungsprojekt ein, das 2004 in der Alten Rotation stattfand und dazu aufrief, Vorstellungen zu entwickeln, wie Burgdorf im Jahr 2029 aussehen könnte. "Zwei der damaligen Visionen haben sich bereits erfüllt: So ist die damals gewünschte Verbannung des Durchgangsverkehrs Wirklichkeit geworden, ebenso der Wunsch nach einer Verbesserung des mangelhaften Zustandes der Schulgebäude", betonte der Bürgermeister.

Für die Besucher ist das Stadtmuseum sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.


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Ebenfalls in der Ausstellung zu sehen: Das Wimmelbild, das im letzten Jahr im Rahmen eines städtischen Zukunftsworkshops mit dem Titel „Burgdorf – Entdecke die Möglichkeiten!“ entstand.

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Fotos von Joachim Lührs

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