Fr, 15. Mai. 2026
|
Sonstige News
SMB lädt zu einer Stadtführung ein: Zur Geschichte jüdischen Lebens in Burgdorf
Bei der nächsten Stadtführung des Stadtmarketingvereins (SMB) richtet sich der Fokus auf die Geschichte jüdischen Lebens in Burgdorf.
Treffpunkt ist am Sonntag, 7. Juni, um 14 Uhr am Wicken-Thies-Brunnen auf dem Spittaplatz. Teilnehmerkarten gibt es im Vorverkauf bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2, Telefon (05136) 1862. Dagmar Bendig leitet den Rundgang. Einerseits veranschaulicht sie die lange Tradition des jüdischen Glaubens in Burgdorf und die Bedeutung jüdischer Familien in der Stadtgesellschaft. Andererseits erzählt sie von den Burgdorfer Jüdinnen und Juden, die während des Nationalsozialsozialismus fliehen mussten oder in Konzentrationslagern ermordet wurden. Vor den Häusern, in denen sie einst wohnten, erinnern heute Stolpersteine an ihr Schicksal.
Eine weitere Station des Rundgangs ist die ehemalige Synagoge an der Poststraße 2, in der sich heute die KulturWerkStadt befindet. Bis 1934 war sie lange Zeit ein wichtiges Zentrum des jüdischen Gemeindelebens in Burgdorf gewesen. Dass sie in der Reichspogromnacht 1938 nicht angezündet und zerstört wurde, ist vermutlich nur der dichten Fachwerkbebauung in der Innenstadt zu verdanken. Der damalige Feuerwehrkommandant Adolf Michelssen hatte die Nationalsozialisten gewarnt, dass die Flammen auf benachbarte Häuser übergreifen und einen Großbrand auslösen könnten.