
Do, 28. Aug. 2025
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Sonstige News
Reise nach Usbekistan: Mit dem Kirchenkreis Burgdorf können Interessierte Geschichte, Kultur und Menschen kennenlernen
Der Kirchenkreis Burgdorf plant eine Reise nach Usbekistan. Sie soll vom 21. bis 30. April 2026 stattfinden. Die Teilnehmer fahren gemeinsam zum Flughafen Hannover und von dort fliegen sie dann über Istanbul in die usbekische Hauptstadt Taschkent.
Ursprünglich war die Reise bereits für 2020 geplant und ausgebucht, musste wegen Corona aber abgesagt werden. Nun soll ein neuer Anlauf genommen werden. Am 12. November wird es eine Vorbereitungsveranstaltung für die Teilnehmer geben.
Usbekistan bietet eine außerordentliche Fülle an kulturhistorischen und architektonischen Attraktionen. Sie gehören teilweise zum Unesco-Weltkulturerbe. So stehen zum Beispiel die Oasenstädte Samarkant, Buchara und das mittelalterliche Chiwa auf dem Programm. Der Registan-Platz in Samarkant ist sicher einer der schönsten Plätze der Welt. Rings um liegen mehrere islamische Lehreinrichtungen, sogenannte Medresen.
Usbekistan blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück: Alexander der Große war der erste Europäer, der über die beeindruckenden Kulturzentren Mittelasiens berichtete. Ihm folgten Hunnen, Mongolen, Türken, Chinesen, Araber und Russen in den Raum östlich des Kaspischen Meeres. Sie brachten Krieg und Zerstörung, oft aber auch neue kulturelle und wirtschaftliche Impulse und Ideen. Mit den Arabern kam der Islam in diese Region, welcher fortan die kulturelle Entwicklung des ganzen Raumes bestimmte. Usbekistan war Teil der Sowjetunion und wurde nach deren Zerfall 1991 als unabhängiger Staat gegründet. In den folgenden 25 Jahren wurde das Land autoritär durch Islom Karimov regiert. Nach der Übernahme der Präsidentschaft durch Shavkat Mirziyoyev 2016 wurden viele Repressionen gelockert. Usbekistan ist eine präsidentielle Republik; die Verfassung ist auf Demokratie und Rechtstaatlichkeit ausgerichtet. In der Umsetzung dieser Prinzipien gibt es jedoch nach wie vor Defizite und es kommt immer wieder zu Menschenrechtsverletzungen.
Rückfragen zur Reise beantwortet Annegret Oelschlägel-Rumpf unter Telefon (01520) 4437730 oder per E-Mail an oelschlaegel@htp-tel.de.