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Susanne Schumacher zeigt in der Mitte37 internationale Postkunst aus ihrer Sammlung.

Do, 13. Aug. 2026

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Sonstige News

Kunst aus dem Postkasten: Im Kunstraum an der Mittelstraße 37 zeigt Susanne Schumacher bis Ende August eine Ausstellung mit Mail Art aus aller Welt

Die Ausstellung „Sammlung Schumacher I – Mail Art Across Continents. Dialog der Postkunst“ zeigt, wie Kunst über den Postweg Menschen und Ideen verbinden kann. Sie ist noch bis Sonnabend, 30. August, im Kunstraum Mitte37, Mittelstraße 37, zu sehen. Besichtigt werden kann sie am Donnerstag, 27. August, von 19 bis 21 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung unter (05136) 7321.

Im Mittelpunkt steht eine über Jahrzehnte gewachsene Sammlung der Burgdorfer Künstlerin und Kuratorin Susanne Schumacher. Sie hat mit Künstlerinnen und Künstlern weltweit korrespondiert und dabei zahlreiche postalische Kunstwerke erhalten. Zu sehen sind unter anderem gestaltete Umschläge, Stempelarbeiten, Zeichnungen und Collagen. Viele Werke sind nicht anonym, sondern als persönliche Sendung an einen bestimmten Empfänger entstanden.

Diese Bewegung wird auch als Mail Art bezeichnet. Seit den 1960er- und 1970er-Jahren nutzen Kunstschaffende Postkarten, Briefmarken, Stempel und Umschläge, um ihre Arbeiten ohne Galerien oder Kunstmarkt direkt weiterzugeben. Dabei geht es oft weniger um ein einzelnes wertvolles Bild als um den Austausch: Eine Sendung kann auf eine andere reagieren, ergänzt oder weitergeschickt werden.

In Burgdorf sind Arbeiten von Kunstschaffenden aus verschiedenen Kontinenten versammelt. Dazu gehören die sogenannten BrainCell-Blätter des japanischen Künstlers Ryosuke Cohen, die er gemeinsam mit Noriko Shimizu entwickelt. Auf den großformatigen Drucken treffen Stempel, kleine Zeichnungen und Zeichen zahlreicher Beteiligter aufeinander. Auch Arbeiten der in Kanada und den USA bekannten Mail-Art-Künstlerin Anna Banana sowie Stempelwerke des US-Künstlers Picasso Gaglione sind Teil der Schau.

Die Ausstellung vermittelt damit auch einen Eindruck davon, wie internationale Kontakte lange vor sozialen Netzwerken gepflegt wurden – mit Papier, Briefmarke und Poststempel. Die einzelnen Arbeiten stehen nicht nur nebeneinander, sondern erzählen von Freundschaften, künstlerischen Antworten und Verbindungen über Ländergrenzen hinweg.

„Was all diese Künstler verbindet, ist die Freude am Austausch, die Neugier auf andere künstlerische Handschriften und die Überzeugung, dass Kunst überall dort entsteht, wo Menschen miteinander in Verbindung treten“, sagt Schumacher und ergänzt: „Die Arbeiten offenbaren, wie lebendig und offen Mail Art auch heute noch ist – eine Kunstform, die Grenzen überschreitet, Freundschaften fördert und kreative Impulse über Kontinente hinweg aussendet.“

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