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Bürgermeister Armin Pollehn gibt einen persönlichen Rückblick auf die 70er Jahre.

Do, 11. Jun. 2026

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Sonstige News

Jahrzehnt im Umbruch: Stadtmuseum Burgdorf eröffnet Ausstellung zu den 1970er Jahren

In der Ausstellung „Ein Jahrzehnt im Umbruch“ widmet sich das Burgdorfer Stadtmuseum einem vielschichtigen Kapitel der jüngeren Geschichte. Zahlreiche Gäste kamen zur Vernissage, bei der Bürgermeister Armin Pollehn die 70er Jahre als gesellschaftliche Aufbruchszeit beschrieb, die gleichzeitig von politischen Spannungen, wirtschaftlichen Krisen und dem Konflikt zwischen westlichen Demokratien und kommunistischen Staaten geprägt war.

Für musikalische Einstimmung sorgte der Burgdorfer Musiker Daniel Fernholz mit Gitarre und Mundharmonika – sein Repertoire reichte von Juliane Werdings „Am Tag, als Conny Cramer starb“ über Cat Stevens’ „Father and Son“ bis zu Peter Alexanders Hymne „Die kleine Kneipe in unserer Straße“, bei der das Publikum mitsang.

Das Ausstellungsteam hat eine umfangreiche Palette an Exponaten zusammengestellt, die neben zahlreichen Schautafeln auch viele Original-Exponate aus den 1970er Jahren umfasst. Im Obergeschoss ist eine komplette Wohnungseinrichtung aus dieser Zeit zu sehen. Als Beispiele für den damaligen Stand der Mobilität stehen ein Ford Escort – seinerzeit ein ernsthafter Konkurrent von VW Käfer und Opel Kadett – sowie mehrere Motorräder, darunter eine italienische Moto Guzzi „Nuovo Falcone“.

Beim Rundgang erfahren Besucher zudem, welche musikalischen Stilrichtungen und Modetrends vom Minirock bis zum Parka damals en vogue waren. Einblicke in die Literatur der Dekade sowie markante Produkte der Unterhaltungselektronik wie ein WEGA-Farbfernseher und ein Privileg-Vierspur-Tonbandgerät runden die Schau ab.

Die Ausstellung im Stadtmuseum, Schmiedestraße 6, ist bis zum 6. September samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Einen begleitenden Ausstellungsführer gibt es am Infotresen im Museum sowie bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2.

Eine erste Führung beginnt am Sonntag, 21. Juni, um 14 Uhr. Geleitet wird der Rundgang von Christoph Adolph aus dem Ausstellungsteam, der Hintergründe zu den Exponaten und deren zeitgeschichtliche Einordnung vermittelt. Die Führung bietet Gelegenheit, Fragen zu stellen und gemeinsam Erinnerungen zu teilen. Für alle, die die 70er Jahre selbst erlebt haben, verspricht sie eine Zeitreise mit hohem Wiedererkennungswert – für jüngere Besucher eine Entdeckung einer prägenden Epoche.

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