Do, 04. Jun. 2026
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Sonstige News
Gespinste an Bäumen: So lassen sich der Eichenprozessionsspinner und die Gespinstmotte unterscheiden
Jahreszeittypisch sind zurzeit einige Bäume und Sträucher in weiße Gespinste gehüllt. Die Stadt Burgdorf erhält nach eigenen Angaben deshalb vermehrt Anrufe von besorgten Bürgern, die einen Befall mit dem Eichenprozessionsspinner befürchten. Doch in den meisten Fällen handelt es sich um die weitaus harmlosere Gespinstmotte.
Beide Arten sind im Frühsommer aktiv, lassen sich aber deutlich unterscheiden: Die Gespinstmotte befällt verschiedene Obst- und Zierbäume sowie Sträucher und überzieht diese mit großflächigen, feinen Gespinsten. Ihre unbehaarten Raupen mit schwarzen Punkten sind für Menschen ungefährlich. Auch die betroffenen Pflanzen erholen sich in der Regel – selbst kahl gefressene Bäume treiben im Juni neu aus. Eine Meldung an die Stadt ist nicht erforderlich.
Anders verhält es sich beim Eichenprozessionsspinner: Dessen Raupen besiedeln ausschließlich Eichen und ziehen sich ab Juni in kompakte Gespinstnester an Stämmen und Astgabelungen zurück. Die feinen Brennhaare der Raupen können allergische Reaktionen und Hautreizungen auslösen. Bürger sollten Verdachtsstellen daher nur aus sicherer Entfernung beobachten und zunächst prüfen, ob es sich um eine Eiche handelt. Ist das der Fall, kann der Fund der Stadt gemeldet werden, unter Telefon (05136) 8980 oder per E-Mail an tiefbau@burgdorf.de.
Für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners ist grundsätzlich der jeweilige Grundstückseigentümer zuständig – bei privaten Flächen also nicht die Stadt. Die Beseitigung sollte ausschließlich durch eine Fachfirma erfolgen. Gemeldete Verdachtsfälle auf städtischen Flächen werden vom Gärtnerbauhof geprüft und bei Bestätigung professionell behandelt.