Zum Inhalt springen
Die Zimmerleute können kommen: Am Langen Mühlenfeld in Burgdorf ist die zweigeschossige Kita im Rohbauzustand zu bewundern.

Do, 23. Jul. 2026

|

Sonstige News

Es fehlen noch Kita-Plätze: Im Krippenbereich konnten alle Anmeldungen berücksichtigt werden, im Kindergartenbereich gibt es Engpässe

Nicht mehr lange, dann beginnt am 1. August das Kita-Jahr 2026/2027. Nachdem in Burgdorf jahrelang Betreuungsplätze fehlten, hat sich die Situation inzwischen etwas entspannt. Insbesondere Eltern von Kindern, die noch keine drei Jahre alt sind, können aufatmen.

Wie Burgdorfs Stadtsprecher Sebastian Kattler auf Nachfrage mitteilt, werden im neuen Kita-Jahr 144 Kinder neu in Betreuungsgruppen für Kinder unter drei Jahren aufgenommen. Damit hätten alle Kinder, für die Bedarf angemeldet wurde, einen Platz erhalten. Insgesamt stehen in Burgdorf 404 Plätze für die betreffende Altersgruppe zur Verfügung: Es gibt 331 Plätze in Krippen und 73 Plätze bei Kindertagespflegepersonen. Ein großer Überhang besteht nicht. Über das Kita-Jahr verteilt seien „nur vereinzelt noch Plätze übrig“, heißt es aus dem Rathaus.

Was den Kindergarten betrifft, werden allerdings voraussichtlich weiterhin Familien leer ausgehen. 1118 Plätze stehen im Stadtgebiet zur Verfügung, 322 Kinder seien neu aufgenommen worden, teilt Kattler mit. Damit hätten nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden können. Es fehlten Plätze „im zweistelligen Bereich“. Konkretere Zahlen nennt die Stadt nicht. Eine abschließende Einschätzung sei noch nicht möglich, so der Stadtsprecher. Grund dafür sei, dass derzeit noch Plätze abgelehnt würden, Neuanmeldungen hinzukämen und Familien wegzögen.

Nächstes Jahr sollen

170 Plätze hinzukommen

Im nächsten Jahr könnte sich die Lage entspannen. Denn im August 2027 sollen gleich zwei neue Kitas mit zusammen 170 Plätzen den Betrieb aufnehmen: die Kita der St.-Nikolaus-Gemeinde in Burgdorf und eine Kita am Kapellenweg in Otze. Wenn alles glatt läuft, würden dann im Kindergartenbereich insgesamt 1243 Plätze zur Verfügung stehen, sodass laut der Kita-Bedarfsplanung rechnerisch alle 1122 Kinder betreut werden könnten.

Im Bereich unter drei Jahren könnte die Entwicklung gegenläufig sein. Während in dieser Altersgruppe zurzeit alle Kinder versorgt sind, prognostiziert die Stadt dort für die nächsten Jahre wieder einen Engpass. Dem liegt die Annahme zugrunde, dass die Betreuungskapazitäten zwar auch in diesem Bereich zunehmen, zugleich aber auch die Zahl der Kinder in dieser Altersgruppe steigt. Je nach Berechnung könnten 2028 bis zu 87 Plätze fehlen. Ob das eintritt, liegt allerdings auch an der tatsächlichen Entwicklung der Geburtenrate und weiterer Faktoren.

St.-Nikolaus-Gemeinde hofft auf Punktlandung

Noch ist allerdings auch ungewiss, ob die beiden neuen Kitas tatsächlich zum Kita-Jahr 2027/28 fertig werden. Bei der Kita der katholischen St.-Nikolaus-Gemeinde stehen die Chancen gut. Sie ist bereits als zweigeschossiger Rohbau neben der Kirche am Langen Mühlenfeld zu bewundern. Dort sollen drei Kita- und zwei Krippengruppen mit insgesamt 105 Kindern Platz finden. Dabei hat die Kirchengemeinde drei Partner an Bord: Das Bistum Hildesheim stellt das Grundstück, die Stadt Burgdorf mietet das Gebäude und der Caritas-Verband wird die Einrichtung betreiben.

Der Grundstein für den Neubau war im Dezember gelegt worden. Durch die Kälte des vergangenen Winters geriet der Zeitplan in Verzug. Das Richtfest ist jetzt für den 14. August angekündigt – ursprünglich war es bereits für Mai geplant. Doch den Rückstand wollen die Verantwortlichen wieder aufholen, sodass die Einrichtung pünktlich zum Kita-Jahr 2027/28 fertig wird. „Es soll eine Punktlandung werden“, erklärt Norbert Gebbe vom St.-Nikolaus-Kirchenvorstand.

Der Baustart in Otze ist noch nicht erfolgt

Die Stadt zeigt sich optimistisch, dass das auch am Kapellenweg in Otze gelingt, obwohl der Baustart dort noch aussteht. „Derzeit ist von einer Inbetriebnahme der Kindertagesstätte in 2027 auszugehen“, sagt Rathaussprecher Sebastian Kattler.

Die Pläne von Investor Jens Saatmann für eine zweite Kita in Otze sind in dem Dorf auf wenig Gegenliebe gestoßen. Anlieger und Ortsrat nahmen Anstoß an dem geplanten klotzigen Flachdachbau, an einem befürchteten Verkehrschaos in der Wohnstraße durch Elterntaxis. Und ganz grundsätzlich daran, dass die Einrichtung vor allem Versorgungslücken im übrigen Stadtgebiet auffangen solle.

Zwar erreichten die Ortspolitiker, dass der Neubau von 80 auf 65 Plätze geschrumpft wurde und nach einer Umplanung nun mit Klinkerfassade und rotem Satteldach besser zum Ortsbild passen wird. Trotzdem votierten sie im November einstimmig auch gegen die abgespeckte Lösung. Als der Rat sich im Dezember 2025 darüber hinwegsetzte und grünes Licht für den Neubau gab, schmissen der Ortsbürgermeister und ein weiteres Mitglied des Dorfparlaments hin.

Anzeigen

Beitrag teilen

Bei WhatsApp teilen

Sie verlassen nun den Redaktions- und Verantwortungsbereich des Stadtmarketing Burgdorf e.V.

Mit dem Klick auf den Button "Zur externen Seite" werden Sie auf die gewünschte Seite weitergeleitet. Wir übernehmen keinerlei Verantwortung für den Inhalt der externen Seite.

Um auf die Seite zu gelangen, klicken Sie bitte den untenstehenden Link.

Externe URL: