Do, 01. Okt. 2026
|
Sonstige News
Erster Preis für Lateinfilm: Schüler des Gymnasiums Burgdorf haben einen kreativen Beitrag für den Wettbewerb „Parva Pictura“ gedreht
Ein Kater namens Carolus Catulus, Playmobil-Gladiatoren, professionelle Kamera-Ausstattung und vor allem viel Kreativität und Engagement haben dem Gymnasium Burgdorf einen ersten Preis eingebracht. Für den Kurzfilmwettbewerb „Parva Pictura“ des Deutschen Altphilologenverbandes drehten Schülerinnen und Schüler in einem jahrgangsübergreifenden Projekt einen knapp fünfminütigen Beitrag über ein Thema, das viele aus dem Lateinunterricht kennen: den AcI.
Damit belegten sie einen von zwei ersten Plätzen. „Inhaltlich und filmisch, auch unter dem Gesichtspunkt der Kreativität, der sorgfältigen Dokumentation und der Einbindung verschiedenster Gewerke / Techniken stellt der Film in den Augen der Jury eine Meisterleistung dar!“, lobte die Vorsitzende der Jury, Anja Wieber, in einem Gratulationsschreiben. Das Preisgeld von 100 Euro spenden die Schüler an das Burgdorfer Tierheim.
Der AcI, kurz für „Accusativus cum Infinitivo“, ist eine typische lateinische Satzkonstruktion. Der Film soll sie für Lernende verständlicher machen: mit gespielten Szenen, Stop-Motion-Aufnahmen und Musik. Im Intro und Outro formen Schülerinnen und Schüler mit ihren Körpern die Buchstaben A, c und I. Gefilmt wurden diese Szenen mit einer Drohne, die sich der Gruppe von oben näherte.
Die Idee für den Film entstand im Lateinkurs der siebten Klassen unter der Leitung von Lehrer Bertram Goldhorn. Dort entwickelten die Jugendlichen auch die Beispielsätze und das Drehbuch. Für die technische Umsetzung arbeiteten sie mit dem Filmteam „artaconfilms“ des Gymnasiums Burgdorf zusammen. Robin Schnellert aus dem 11. Jahrgang und Matthies Kleen aus dem 10. Jahrgang kümmerten sich um Regie, Kamera, Ton und Schnitt.
Gedreht wurde über mehrere Monate. Die Außenaufnahmen mit der Drohne entstanden bereits im vergangenen Jahr vor den Herbstferien. Die Spielszenen sowie die Stop-Motion-Sequenzen mit Playmobilfiguren und einem Papier-Kolosseum folgten dann Ende Februar und Anfang März dieses Jahres. Neben Asterix, Obelix, Caesar, Kleopatra und zwei Gladiatoren spielt auch „Carolus Catulus“ eine Rolle. Das KI-generierte Bild des Katers geht auf ein Foto von Carlos zurück, dem Haustier des Lehrers. Die Figur ist den Lateinschülern bereits aus Klassenarbeiten bekannt und gilt im Kurs als Glücksbringer.
Für die Musik sorgte die AG Tontechnik. Frederik Wille aus Jahrgang 13 nahm drei Einspielungen auf. Laura Wegener und Philemon Ginser aus der 7a arrangierten Abschnitte aus Ludovico Einaudis Stück „I Giorni“ für Klarinette und Klavier. Ein Trompetensolo steuerte Johannes Peters aus der Klasse 7f bei.