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Kinder und Eltern haben das Sommerfest an der Grundschule genossen.

Do, 09. Jul. 2026

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Sonstige News

Ein Sommerfest der Demokratie: Die Kinder der Grundschule Otze haben Ideen gesammelt, über das Programm abgestimmt und den Plan umgesetzt

An der Grundschule Otze haben Schülerinnen und Schüler ihr Sommerfest in diesem Jahr von Grund auf selbst organisiert – und dabei demokratisches Handeln nicht nur im Unterricht besprochen, sondern gelebt. Am 18. Juni war es dann so weit: Auf dem Schulhof wurde bei bestem Wetter gespielt, gebastelt, getanzt und gefeiert. Es gab eine Hüpfburg, ein Karussell, eine Fotobox und verschiedene Kreativangebote. Das Büfett, der Pommeswagen und der Cocktailstand mit alkoholfreien Mixgetränken sorgten für großen Andrang, ein DJ mit Kinderanimation begleitete das Programm.

Das war das Ergebnis monatelanger Vorbereitung. Der Prozess begann in den Klassen: Dort sammelten die Kinder zunächst Ideen, wie ihr ideales Sommerfest aussehen sollte. Dabei entstanden Listen und Bilder, die dann in der Pausenhalle ausgestellt wurden. Anschließend stimmte die gesamte Schülerschaft ab, welche Wünsche umgesetzt werden sollten.

Die Schülervertretung übernahm dann die praktische Umsetzung: Sie recherchierte Angebote, schrieb Einladungen, kalkulierte das Budget, gestaltete Plakate und Flyer, verfasste einen Artikel für die Schulhomepage und plante das Büfett. Auch eine Schülerversammlung organisierten die Kinder eigenständig.

Welche Abläufe beim Abstimmen oder bei der Budgetplanung eine Rolle spielen und wie das mit Demokratie zusammenhängt, wurde dabei immer wieder gemeinsam besprochen. Die Schulsozialpädagogin Anne-Christine Weindl und die pädagogische Mitarbeiterin Giulia Weyer begleiteten den Prozess.

Den Anstoß für das Projekt gab eine Förderausschreibung des Niedersächsischen Kultusministeriums für demokratische Beteiligung von Schülern. Dank der Zuschüsse konnten alle Angebote kostenlos genutzt werden – unabhängig von der finanziellen Situation der Familien.

Bei den Schülern kam all das gut an. „Das Sommerfest hat viel Spaß gemacht“, fasste ein Schüler den Nachmittag zusammen. Und ein anderer ergänzte: „Die Stationen waren cool und das Essen war lecker!“ Von den Eltern gab es ebenfalls viel Zuspruch. Mehrere von ihnen berichteten, wie stolz ihre Kinder darauf gewesen seien, eigene Ideen einzubringen und Entscheidungen mitzugestalten.

Das Projekt soll auch nachhaltig wirken. Die Schülervertretungssitzungen wurden neu strukturiert, und eine regelmäßige Schulversammlung wurde eingeführt. Ziel ist es, dass die Kinder ähnlich wie bei der Planung für das Sommerfest auch dort Eigenständigkeit, Selbstwirksamkeit und Wertschätzung erleben. „So hoffen wir, einen Teil dazu beizutragen, dass sie Demokratie verstehen und eine gesunde, vertrauensvolle Persönlichkeit entwickeln“, sagt Weindl.

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