Do, 24. Sep. 2026
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Bela knackt alten TSV-Rekord: Im Neunkampf läuft der 14-Jährige 1000 Meter in 2:53,77 Minuten und übertrifft damit Bestleistung von 1979
Der 14-jährige Leichtathlet Bela Lehmann von der TSV Burgdorf hat einen Vereinsrekord aus dem Jahr 1979 geknackt. Bei den Deutschen Meisterschaften im Mehrkampf lief er 1.000 Meter in 2:53,77 Minuten. Damit unterbot er nicht nur seine eigene Bestzeit um mehr als 13 Sekunden, sondern auch den seit 47 Jahren bestehenden Vereinsrekord. Was seine Trainer Antje und Ralf Peschel dabei besonders hervorheben: Diese Leistung gelang ihm ausgerechnet im Neunkampf am Ende von zwei anstrengenden Wettkampftagen, an denen er bereits acht Disziplinen absolviert hatte.
Für Bela war es der erste Auftritt auf nationaler Bühne im Neunkampf der Altersklasse M14. Am Ende konnte er drei persönliche Bestleistungen verbuchen und stand mit 4.528 Punkten auf Platz 18.
Der erste Wettkampftag begann bereits vielversprechend. Über 100 Meter steigerte sich Bela auf 12,89 Sekunden und damit um fünf Hundertstelsekunden. Im Weitsprung sprang er 5,06 Meter, seine zweitbeste Weite überhaupt. Beim Kugelstoßen blieb er mit 9,02 Metern zwar unter seiner Bestleistung von 9,44 Metern, dafür gelang ihm im Stabhochsprung mit 2,70 Metern eine neue persönliche Bestmarke. Nach dem ersten Tag lag Bela bereits 23 Punkte über seiner Qualifikationsleistung aus Halle – eine gute Ausgangslage für den zweiten Tag.
Der begann früh: Schon um 9.10 Uhr stand mit den 80 Metern Hürden eine seiner Lieblingsdisziplinen auf dem Programm. Mit 12,33 Sekunden blieb Bela rund fünf Zehntelsekunden über seiner Bestzeit. Doch hier bewahrheitete sich, was seine Trainer ihm im Vorfeld vermittelt hatten: Im Mehrkampf gehe es nicht darum, in jeder einzelnen Disziplin eine Bestleistung zu erzielen – sondern mit soliden Leistungen kontinuierlich Punkte zu sammeln.
Im Hochsprung übersprang er 1,50 Meter, nur zwei Zentimeter unter seiner persönlichen Bestleistung. Etwas härter traf ihn der Diskuswurf: Mit 26,29 Metern blieb er rund zwei Meter unter seiner Bestmarke zurück und war nach dem Versuch zunächst sichtbar frustriert. Doch er fing sich schnell wieder und konzentrierte sich auf die kommenden Disziplinen – im Speerwurf zeigte er mit 36,87 Metern erneut eine starke Leistung, nur knapp einen Meter unter seinem Bestwert.
Dann folgte die letzte Disziplin, die 1.000 Meter – und mit ihr der Höhepunkt des Wochenendes. Bela setzte sich mutig an die Spitze des Feldes und ging ein hohes Tempo mit, das selbst seinen Trainern zunächst Sorgen bereitete. Doch statt einzubrechen, zog er nach der 600-Meter-Marke sogar noch an und lief der Konkurrenz davon. Am Ende stand eine Zeit von 2:53,77 Minuten auf der Anzeige – seine bisherige Bestzeit von 3:06,99 Minuten hatte er um mehr als 13 Sekunden unterboten und damit zugleich den Vereinsrekord der TSV Burgdorf aus dem Jahr 1979 gebrochen.
Nach Hannover gereist war Bela nicht allein: Mutter, Vater, seine Schwestern Marie und Hanna sowie die Großeltern verfolgten die Wettkämpfe ebenso wie zahlreiche weitere Trainer, Eltern und Freunde. Auch seine Trainingskollegen Julien und Jonne standen ihm während der beiden Tage zur Seite, Julien half unter anderem beim Aufwärmen.