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Die angehenden KfZ-Mechatroniker lernen den autonom fahrenden Bus kennen.

Do, 09. Jul. 2026

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Sonstige News

Albus meistert 1200 Testfahrten: Autonomer Linienbus in Burgdorf: Die Region Hannover zieht eine positive Zwischenbilanz

Die erste Projektphase des Autonomen Linienbusses (Albus) ist abgeschlossen und die Region Hannover zieht eine positive Zwischenbilanz. Das Pilotprojekt ist im September 2025 in Burgdorf auf der Linie 906 gestartet. Seitdem fanden rund 1200 Testfahrten statt.

Von Anfang an wurde das Projekt vom Institut für Verkehr und Stadtbauwesen (IVS) der Technischen Universität Braunschweig und dem Beratungsunternehmen Rupprecht Consult-Forschung & Beratung GmbH aus Köln wissenschaftlich begleitet. Dabei seien die technische Machbarkeit eines autonomen Linienbusses sowie die Zuverlässigkeit der Sicherheitssysteme nachgewiesen worden und die Software habe sich kontinuierlich verbessert.

Bei den Fahrgastbefragungen bewerteten die meisten Nutzer den Bus als komfortabel, sicher und zukunftsweisend. Daraus leiten die Experten ein großes Vertrauen in die Technik und eine starke Akzeptanz für das Projekt ab. Hauptkritikpunkt waren zunächst starke Bremsungen, die jedoch durch die Weiterentwicklung der Software reduziert worden seien. „Die Geschwindigkeit wurde schrittweise gesteigert und der Fahrkomfort stetig optimiert“, so das Fazit der Region.

Der Albus fährt zurzeit auf einer sechs Kilometer langen Strecke mit 14 Haltestellen. Ausgestattet ist der Elektrobus unter anderem mit Lasersensoren, präzisem Kartenmaterial, Kamerasystemen, Ultraschall und Radar. Bisher sind stets ein Fahrer und eine technische Aufsicht an Bord.

Nach dem Wunsch der Regionsverwaltung soll da Projekt nach dem Ende der ersten Phase nicht nur weiterlaufen, sondern sogar ausgeweitet werden. Am 30. Juni wird die Regionsversammlung über die Fortsetzung des Projekts bis 2027 die Beschaffung von zwei weiteren autonomen Bussen sowie die Verlängerung des Testbetriebs nach dem Ende des Projekts entscheiden.

Das Ziel ist es, bis Ende 2029 zu einem sogenannten „Driver-Out-Betrieb“ überzugehen: Der Bus soll dann also ohne Sicherheitsfahrpersonal an Bord unterwegs seien. Die Fahrzeuge müssen dann nur noch durch eine technische Aufsicht aus der Ferne überwacht werden. Vorbild ist dabei die norwegische Stadt Stavanger, die mit einem baugleichen Fahrzeug bereits diesen Meilenstein erreicht hat.

Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf insgesamt 6,3 Millionen Euro. 58 Prozent davon übernimmt der Bund; den Rest zahlt die Region. „Das ist eine lohnende Investition in die Zukunft“, betont Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz. „Denn die Erkenntnisse, die wir hier gewinnen, kommen nicht nur unserer Region zugute, sondern dem gesamten ÖPNV in Deutschland.“

Nach Ende der Projektlaufzeit werden die Busse kostenlos an die Üstra übergeben, die den Pilotbetrieb, vorbehaltlich der Zustimmung der Regionsversammlung, bis 2029 fortsetzen wird. „Damit sichern wir, dass die Innovation nicht nach ein paar Jahren endet, sondern nachhaltig in unseren ÖPNV integriert wird“, betont Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz.

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